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Landessportfischerverband Niedersachsen e.V.

Protokoll der Jahreshauptversammlung 2007 - 20. Mai 2007 - in Celle

 

TOP 1 - Eröffnung der Mitgliederversammlung und Begrüßung

Herr Peter Rössing, Präsident des Landessportfischerverbandes Niedersachsen e.V., eröffnet und begrüßt die Ehrengäste und die Delegierten und gibt seiner Hoffnung Ausdruck, dass die Jahreshauptversammlung 2007 einen ruhigen Verlauf nimmt.

Herr Rössing begrüßt:

Frau Dr. Susanne Schmidt, 1. Stadträtin, die den Oberbürgermeister vertritt,

Herrn Hans-Heinrich Sander, Niedersächsischer Umweltminister, und merkt an, dass der Minister in seiner verhältnismäßig kurzen Amtszeit bereits zum 3. Mal als Gast an der Jahreshauptversammlung des Landessportfischerverbandes Niedersachsen teilnimmt, diesmal in Begleitung seiner Frau. Herr Rössing entschuldigt sich, dass er bisher versäumt habe Frau Sander einen Blumenstrauß schicken zu lassen als Dank für die nette Bewirtung auf ihrem Gut. Es hätte viel Arbeit gegeben, mit der Bewirtung der Fischer, die dort in großer Zahl erschienen waren und bedankt sich an dieser Stelle nochmals.

Herrn Klaus Wisweh, Landrat des Landkreises Celle,

Herrn Clauß Johannßen, MdL für die SPD Fraktion

Herrn Jörg Bode, Innenpolitischer Sprecher der FDP Fraktion im Landtag

Herrn Carsten Brauer, Vorsitzender des Landesfischereiverbandes Niedersachsen Herrn Michael Kämmereit, LA VES

Herrn Günter Ilper, Vorsitzender der Jägerschaft des Landkreises Celle e.V.

Herrn logo Peter, Aufgabenbereichsleiter Flussgebietsmanagement EIbe des NL WKN Lüneburg, als Referenten des Fachvortrages " Umsetzung der EU- Wasserrahmenrichtlinie - Arbeit in den Gebietskooperationen -"

TOP 2 - Grußworte der Ehrengäste

Frau Dr. Schmidt begrüßt die Ehrengäste und die Delegierten und freut sich, dass sie heute im Rahmen des IOO-jährigen Jubiläums des Fischereiverein Celle e.V. 1907 den Landessportfischerverband Niedersachsen e.v. in der eeller Congress Union begrüßen darf.

Frau Dr. Schmidt überbringt die herzlichsten Grüße des Rates und der Verwaltung, sowie aller Celler Bürger.

Hundert Jahre Fischereiverein Celle, das sei schon ein besonderes Jubiläum, fährt sie fort und geht ein auf die Geschichte des Vereins, der 1907 mit 9 Gründungsmitgliedem gegründet wurde und mit seiner langen Geschichte einer der ältesten Fischereivereine in Niedersachsen ist und einen enormen Mitgliederzuwachs erfahren hat. Seit 1982 widmet sich der Verein verstärkt der Jugendarbeit. Für alle im Landessportfischerverband gehe es nicht nur um das Fischen, sondern um die Verbundenheit mit der Natur, die Bewahrung und den Schutz unserer Umwelt. Im Namen der Stadt Celle überreicht Frau Dr. Schmidt Herrn Kirchhoff, Vorsitzender des FV Celle e.V. 1907, einen nicht zweckgebundenen Scheck über Euro 510 für den Verein.

Herr Rössing bedankt sich für das Grußwort und freut sich, das Frau Dr. Schmidt die Arbeit und Ziele der Fischerei so richtig dargestellt hat und bittet Herrn Minister Sander um sein Grußwort.

 

Herr Minister Sander begrüßt die Anwesenden und nennt hier insbesondere die befreundeten Verbände, zu denen er ausdrücklich neben den Fischern auch immer, im selben Wortbeitrag, die Jäger nennt. Die Zusammenarbeit sei wichtig und müsse vertieft werden.

Seine dreimalige Teilnahme von vier Einladungen zu Hauptversammlung des LV nennt der Minister Pflichtveranstaltungen, denn wenn etwas verändert werden soll, und in den letzten 10 Jahren vor seiner Zeit als Minister seien genug Probleme aufgelaufen, und die Probleme sind auch in seiner Amtszeit nicht alle beseitigt worden, müssen diese Probleme gemeinsam erörtert werden. Es könne nicht sein, dass die Fischer, die die Natur nachhaltig nutzen, nach dem Prinzip nur so viel zu entnehmen, wie nachher auch wieder eingesetzt wird, und durch ihre Maßnahmen sehr viel leisten und daher sei ihm diese Zusammenarbeit so wichtig und häufig erhielte er sogar Post von Fischereivereinen an seine Privat Anschrift.

Herr Minister Sander spricht Herrn Rössing direkt an und freut sich, dass sie beide in regelmäßigem Austausch Dinge besprechen. Das sei gerade für den Erhalt der Natur von Bedeutung, denn wenn Natur- und Umweltschutz gesprochen würde, so finge das immer oberhalb der Wasseroberfläche an. Was sich in den Flüssen, in unseren Gewässern abspielt habe beim Naturschutz nie die Bedeutung und den Stellenwert, der seines Erachtens wichtig sei um, das wichtige Lebensgut Wasser auch in Zukunft er erhalten.

Ein gemeinsames Problem, an dem gerade gearbeitet werde, sei die Kormoranverordnung fährt Herr Minister Sander fort. Die Verordnung läuft am 31.10. diesen Jahres aus, nachdem sie im Jahre 2003 innerhalb von 3 Monaten auf den Weg gebracht wurde. Jetzt gelte es, gemeinsam mit den Fischern, mit den Mitarbeitern des Umweltministeriums, und des Landwirtschaftsministeriums darüber nachzudenken wie diese Verordnung am 1. November wieder, verbessert, so in Kraft gesetzt erden könne, damit all das, was in der Vergangenheit nicht genügend geregelt wurde, dann in der Zukunft geregelt wird. Die Kormoranverordnung in Niedersachsen war die fortschrittlichste. In Sachsen gäbe es jetzt eine bessere Verordnung. Herr Minister Sander erinnert an den Spruch unseres Ministerpräsidenten, Niedersachsen solle in 10 Jahren an der Spitze aller Bundesländer liegen, in unserer Begeisterung, wie wir dieses Land nach vorne bringen, Niedersachsen müsse in diesem Bereich, im Natur- und Gewässerschutz, Spitze werden. Dazu sei natürlich auch die Mitarbeit der Jäger notwendig. Es dürften nicht so viele bürokratische Hemmnisse aufgebaut werden, dass kein Jäger mehr bereit sei, einen Kormoran zu schießen.

Herr Minister Sander geht als nächstes ein auf das Problem der Weserversalzung, eines der wichtigsten Probleme des Landesverbandes. Auf diesem Gebiet gäbe es für die Landesregierung, mit Unterstützung des LV, in Grunde genommen keinen Kompromiss. An der Rechtslage, die bis zum Jahre 2012 festgeschrieben ist, könne nichts geändert werden, das wisse auch Kali und Salz. Wenn Kali und Salz jetzt nicht um eine Verringerung der Salzbelastung von Werra und Weser bemüht, würde es nach 2012 auch auf Grund der Wasserrahmenrichtlinien eng. Die WRRL seien gut und notwendig, um nachfolgenden Generationen eine Artenvielfalt im Wasser zu bieten, denn trotz aller Besatz- und anderer Maßnahmen durch die Fischer konnten nicht überall alle Arten erhalten bleiben. Es sei notwendig, dass die Politik auch klar und eindeutig sage: "Fischer und Angler sind für die Umwelt- und Naturschutzpolitik ein besonders wichtiger Bestandteil." Sie seien genauso wichtig, wie alle anderen Nutzerschützer und es könne nicht sein, nur weil sie Natumutzer seien - aber mit einem sehr großen Verantwortungsgefühl - die Angler immer in eine Ecke gestellt und ausgegrenzt würden. Herr Minister Sander betont: "Mit mir wird es das nicht geben!", weil er fest davon überzeugt sei, dass nicht einzelne Bevölkerungsgruppen unseres Landes, die sich aktiv für den Natur- und Umweltschutz einsetzen, ausgegrenzt würden. Er zitiert Peter Mohnert, Präsident des VDSF, der kürzlich einmal gesagt habe, dass sich jeder Naturschützer nennen könne aber Fischer und Jäger müssten eine Prüfung ablegen und sie

 

müssen auch über Natur und Naturhaushalt und deren Wechselbeziehungen ganz klare Kenntnisse haben. Es müsse auch einmal ganz selbstbewusst gesagt werden, dass diese Gruppen, die die Natur mit pflegen und schützen, und am heutigen Tag werde ja auch ein ganz besonderer Tag begangen: "Natürlich Niedersachsen" und es sein schön zu hören, dass bei den ca. 200 Veranstaltungen auch viele Vereine gäbe, die auch aus dem Bereich der Fischerei die Menschen in die Natur hinein bringen.

Hier kommt Herrn Minister Sander auf die Jugendarbeit zu sprechen. Man habe ja auch eben aus Anlass des hundertjährigen Jubiläums gehört, wie gut es dem Verein gelungen ist und wie wichtig es auch sei, auch die Jugend an die Natur heranzuführen.

Herr Kirchhoff, Vorsitzender des FV Celle habe ja vorhin schon gesagt, dass wenn der Fisch nur aus der Tiefkühltruhe käme und die Menschen nicht mehr wissen, wo er beheimatet ist und welchen Lebensraum er braucht, dann sei in unserer Gesellschaft etwas nicht in Ordnung. Die Menschen müssten wieder dahin geführt werden, dass man weiß, die Forelle lebt eben im einem Bach und sie braucht auch Gewässer, in denen sie auch in Zukunft wieder laichen kann. Dazu müsse man auch über die Dauerfrage nachdenken, wie die Durchgängigkeit unserer Fließgewässer verbessert werden kann. Auch dies sein in der WRRL vorgeschrieben aber entscheidend sei, dass wir jetzt in der WRRL der ökologische Gewässerzustand auch die Fischfauna und Flora mit einbeziehen und als Qualitätskomponente mit beachten und daher sei er froh und er wolle auch sagen, es gab auch einige Widerstände, auch aus dem Bereich der Landwirtschaft, als die Fischer in die Gebietskooperationen mit hineingenommen wurden. Eine ganz wichtige Aufgabe, wenn die ersten Maßnahmen alle feststünden dann sei danach nichts mehr zu ändert. Man kenne das aus FFH- und Vogelschutzrichtlinien. Es sei wichtig im Vorfeld mit einzuwirken, die Interessen der Fischer und Angler mit zu berücksichtigen und das könne man nur in den Gebietskooperationen und daher dankt sich Herr Minister Sander bei all denen, die diese Aufgabe mit wahrgenommen haben und insofern "das Salz in die Suppe" mit hineingegeben hätten, auch wenn es dem Einen oder Anderen nicht gepasst habe. Der offene Dialog miteinander sei eben wichtig und Probleme müssten im offenen Dialog besprochen werden und nicht unter den Tisch gekehrt werden. Herr Minister Sander bedankt sich noch einmal für die gute Zusammenarbeit und betont, dass er nicht vorhabe, im nächsten Jahr nicht wieder zu kommen. Er wisse, dass in vier, fünf Jahren, nicht all das zu regeln sei, das in den vergangenen Jahren nicht angefasst worden sei. Das habe auch manchmal nichts mit Parteien zu tun, sondern es gebe beharrende Kräfte, die Veränderungen einfach nicht wollen und auch im Naturschutz müsse wieder mehr Eigenverantwortung übernommen werden und den Menschen unten an der Basis müsse wieder mehr zugetraut werden. Es müsse wieder weniger Regulierungen und Drangsalierungen von oben geben. Das Ehrenamt mit seinem enormen Engagement werde gebraucht und sei wichtig. Herr Minister Sander wünscht der Veranstaltung viel Erfolg und erwähnt, dass er sich noch gut an Frau Dr. Adam erinnert und ihren eindrucksvollen Vortag über die sog. Häckselmaschinen und glaubt, dass auch der heutige Vortag wieder verspräche, interessant zu werden. Er hofft auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit zwischen dem Verband und dem Ministerium und verspricht, immer ein offenes Ohr zu haben, da seine eigenen Fachleute manchmal "etwas auf der anderen Seite gefiltert" seien. Er wolle auch gern mal auf der einen oder anderen Seite seinen Buckel hinhalten, wenn es Ärger gebe und leitet über zur Verleihung der "Niedersächsischen Umweltnadel" an Menschen, die für den Umweltschutz besondere Leistungen erbracht haben.

Mit der "Niedersächsischen Umweltnadel" des Niedersächsischen Umweltministeriums werden seit 2007 Personen ausgezeichnet, die sich in herausragender Weise ehrenamtlich für den Schutz von Arten, Umwelt und Natur einsetzen. Es werden von Herrn Minister Sander ausgezeichnet:

 

Herr Günter Steierberg, aus Bückeburg Herr Ernst Peters, aus Zeven

Herr Dieter Gathers, aus Soltau

Herr Rössing bedankt sich bei Herrn Minister Sander für die anerkennenden Worte.

Und bestätigt, dass es keine Probleme gibt miteinander zu reden und es auch gute Zusammenarbeit gibt mit etlichen Mitarbeitern des Ministeriums habe er ein gutes Verhältnis. Über die Kormoranverordnung habe man auch schon auf dem Hof des Herrn Sander. Auch ihm gehe es darum zu entpolarisieren, das sei auch insbesondere im Interesse der Jäger.

Zur Wasserrahmenrichtlinie, so fügt er an, gäbe es Probleme. Querverbauungen ließen sich nicht so ohne weiteres beseitigen, und wenn dann noch "Häckselmaschinen" eben Wasserkraftwerke dahinter seien, dann seien, dann würde vieles kaputt gemacht, das mühsam aufgebaut wurde.

Herrn Rössing bedankt sich bei Herrn Minister Sander dafür, dass er sich bei dem Problem Weserversalzung sehr stark eingesetzt habe. Bei dem Anhörungstermin in Kassel sei Herr Janning nach vom gekommen und habe gesagt: "Herr Minister Sander verlangt ein sofortiges Herabsetzen. "

Zum Naturschutzgebiet Lüneburg: Es habe große Probleme gegeben, weil im letzten Jahr von der Staatskanzlei die Naturschutzgebiets-Verordnung abgeschafft wurde und nicht durch eine neue ersetzt wurde. Er nenne nur VORIS, das sage genug. Zum Abschluss bezeichnet Rössing Herrn Minister Sander als Freund der Fische und der Fischerei.

Herr Rössing bittet nun Herrn Landrat Wisweh um sein Grußwort.

Herr Wisweh begrüßt die Anwesenden und freut sich, dass diese Veranstaltung in Celle stattfindet auch in seiner Funktion als Vorsitzenden des Niedersächsischen Landkreistags. Die Stadt habe ja eine besondere Verbindung zu dem Thema Wasser, nicht nur durch Flüsse, sondern durch auch eine größere Zahl von Seen und Teichen, die zum großen Teil fischereilich genutzt werden. Er schließt sich den Ausführungen von Frau Dr. Schmidt und Herrn Minister Sander an, die bereits auf die wichtigen Tätigkeiten der Fischereivereine und deren ehrenamtlich tätigen Mitglieder eingegangen sind. Im Raum Celle habe es in seinen verschiedenen Tätigkeiten immer mit der konstruktiven Zusammenarbeit geklappt.

Weiter geht Herr Wisweh auf das große Naturschutz Projekt "Meißendorfer Teiche", ein sogar bundesweit sog. staatlich repräsentatives Naturschutz Groß-Projekt WasserNaturschutz-Projekt, in das auch die Fischer und Angler mit einbezogen würden.

Herr Wisweh geht ein auf das Problem des Befahrens kleiner Flüsse, hier z. B. die Oertze, Es sei nicht einfach einen Kompromiss zu finden zwischen den verschiedenen Arten der gewünschten Nutzung des Wassers. Herr Wisweh bedankt sich bei den Anwesenden und wünscht der Veranstaltung einen guten Verlauf.

Herr Rössing bedankt sich für das Grußwort und geht noch einmal auf das Problem Oertze ein, dass eben angesprochen wurde. Es werde von den Vereinen mühsam versucht, wieder Fische anzusiedeln, die dann gleich wieder zerstört würden. Es müsse ein Kompromiss gefunden werden, der mehr im Sinne der Fischer sei.

Herr Johannßen bedankt sich für seine Einladung und überbringt die Grüße seiner Fraktion. In seiner Fraktion ist er für die Fischerei zuständig und berichtet über einige Anträge im Sinne der Fischerei, die von seiner Fraktion gestellt wurden. Das Parlament sei auch mit der Salzeinleitung in Werra und Weser befasst. Herr Johannßen spricht den Preisträgern der

 

Umweltmedaille seinen Glückwunsch aus. Auch er stehe gerne als Ansprechpartner zur Verfügung und wünscht der Versammlung einen weiterhin guten Verlauf.

Herr Rössing bedankt sich für die Ausführungen. Ihm sei natürlich auch bekannt, was im Landtag gelaufen sei und er wisse, es war noch nie soviel, wie in der letzten Zeit.

Herr Jörg Bode, Parlamentarischer Geschäftsführer und innenpolitischer Sprecher der FDP Fraktion im Landtag, begrüßt die Anwesenden und beschränkt sich, in Anbetracht der Anwesenheit von Herrn Minister Sander, darauf, die Delegierten aufzufordern, auch die örtlichen Parlamentarier bei Problemen immer wieder anzusprechen.

Herr Rössing bittet Herr Manfred Kirchhoff, Vorsitzender der FV Celle e.V. 1907 um sein Grußwort.

Er begrüßt die Anwesenden und bedankt sich für die guten Wünsche und die Geschenke zum Vereinsjubiläum. Er weist hin auf die für alle ausliegende Festschrift und die Ausstellung im Vorraum. Er berichtet über die Gewässer des Vereins. Der Zusammenschluss des eeller Vereins mit einem Berufsfischer und vier weiteren Fischereivereinen zu einer Pachtgemeinschaft mit ca. 3.500 Anglern, so erwähnt Herr Kirchhoff habe sich bewährt.

Er umreißt noch einmal die Geschichte und die Zukunft des Vereins. Er appelliert an die anwesenden Politiker zu helfen, die Angelreviere zu erhalten und den Trend der Überregulierung wieder in vernünftige Bahnen zu lenken. Der Mensch dürfe aus der Natur nicht ausgegrenzt werden. Mit den Worten: "Angeln verbindet Mensch und Natur" schließt er sein Grußwort und wünscht der Versammlung einen harmonischen Verlauf. Er bedankt bei den Damen und Herren der Geschäftsstelle und bedankt sich für die immer freundliche Behandlung und so manchen guten Rat.

Herr Rössing bedankt sich und erwähnt, dass zum Vereinjubiläum schon auf der Vorveranstaltung ein Scheck vom Landesverband übergeben wurde, der Zweckgebunden für die Jugendarbeit sei.

Herr Günter Ilper, Vorsitzender der Jägerschaft des Landkreises Celle e.V., wird um sein Grußwort gebeten. Auch er begrüßt alle Anwesenden und bedankt sich bei Präsident Rössing für die Einladung und bestätigt die Meinung des Herrn Minister Sander, dass Fischer und Jäger zusammengehören und sieht seine Möglichkeit, ein Grußwort zu sprechen als Beweis dafür an. Fischer und Jäger seien der Hege und Pflege der Natur durch ihre Satzungen verpflichtet, beide Verbände seien auch anerkannte Naturschutzverbände. Er merkt an. dass Angler und Jäger fachkundig ausgebildet und geprüft sind und das sei ein Unterschied zu so manchen "möchte gern Naturschützern". Sein Dank geht an Minister Sander für dessen Engagement zur Lösung des Kormoranproblems. Die Kriminalisierung der Jäger dürfe dabei nicht das Ergebnis sein. Er wünscht der Veranstaltung im Namen aller Jägerinnen und Jägern eine erfolgreiche Veranstaltung.

Herr Rössing bedankt sich für das Grußwort und kommt noch einmal auf die Zusammenarbeit der Jäger und Fischer zu sprechen. Es stehe an, ein neues Naturschutzgesetz --die Stellungnahme der Jäger und Fischer sei abgestimmt worden.

Es habe einen Boykott-Aufruf eines Naturschutzverbandes gegeben, wegen der Auszeichnung mit der Umweltnadel. Die Jäger und Fischer haben den Boykott abgelehnt.

 

Herrn Carsten Brauer, Vorsitzender des Landesfischereiverbandes Niedersachsen

wird um sein Grußwort gebeten und geht ein auf das gemeinsame Tätigkeits- und Interessenfeld der Berufsfischer und der Angler. Er weist darauf hin, dass es sogar in einigen Angelegenheiten, wie ein Schreiben an die EU-Parlamentarier, einen gemeinsamen Briefkopf gäbe. Nach einigen Jahren des Nebeneinanders habe sich nun ein fruchtbares Miteinander der Verbände entwickelt. Anspielend auf die anwesenden Politiker erwähnt er dann, dass der Landessportfischerverband immerhin 92.000 Mitglieder habe. Er wünscht der Versammlung einen guten Verlauf und den bei den Verbänden weiterhin eine gute Zusammenarbeit.

Herr Rössing bedankt sich für das Grußwort und bestätigt die gute Zusammenarbeit. Auf das gemeinsame Schreiben an verschiedene EU-Abgeordnete Niedersachsens habe es auch schon in drei Fällen bereits Antworten gegeben.

TOP 3 - Fachvortrag "Umsetzung der EU- Wasserrahmenrichtlinie - Arbeit in den Gebietskooperationen" Referent: Ingo Peter, Aufgabenbereichsleiter Flussgebietsmanagement EIbe NL WKN Lüneburg:

Der Referent, Herr logo Peter, informiert die Delegierten mit Hilfe einer umfangreichen Power-Point Präsentation umfassend über die Ziele und die bisherige Umsetzung der EUWasserrahmenrichtlinie und die Arbeit der Gebietskooperationen.

Bevor mit der Tagesordnung fortgefahren wird, gedenken die Anwesenden der Angelfischerinnen und Angelfischer, die im vergangenen Jahr verstorben sind.

Herr Rössing begrüßt den LV-Sportwart, Herrn Wolfgang Herholt, der nach längerer Krankheit und nun Rollstuhl gebunden, an der Versammlung teilnimmt.

TOP 4 - Feststellung der ordnungsgemäßen Ladung und Beschlussfähigkeit

Herr Rössing stellt fest, dass mit Schreiben vom 07.09.2006 auf diese Hauptversammlung hingewiesen wurde. In diesem Schreiben wurden die Fristen für die Abgabe von Anträgen genannt. Mit Schreiben vom 28.03.2007 wurde das Delegiertenmaterial versandt. Die Ladung ist damit ordnungsgemäß erfolgt und die Versammlung mit 664 Stimmen beschlussfähig.

Die ordnungsgemäße Ladung und Beschlussfähigkeit wird einstimmig bestätigt.

TOP 5 - Genehmigung der Tagesordnung

Die Tagesordnung wird einstimmig genehmigt.

TOP 6 - Genehmigung des Protokolls über die Mitgliederversammlung 2006 Es wird keine Wortmeldung zum Protokoll gewünscht.

Das Protokoll wird mit 19 Enthaltungen genehmigt.

TOP 7 - Berichte bzw. Ausführungen zu den vorliegenden Berichten des Vorstandes

Herr Rössing hat nur wenige weiteren Ausführungen zu seinem Bericht abzugeben, da er innerhalb des Tagesordnungspunktes "Grußworte der Ehrengäste" schon über aktuelle Entwicklungen berichtet hat. Zur Problematik Werra- Weserversalzung weist Herr Rössing nochmals darauf hin, dass nicht das Land Niedersachsen genehmigt, sondern die Regierung in Hessen die Entscheidung zu treffen hat. Weiterhin führt er aus, dass Herr Minister Sander zu sich auf seinen Hof eingeladen hatte, um das Problem zu besprechen, um zu informieren. Entscheidend sei gewesen, dass der der LV aufgrund seiner gemeinsamen fischereilichen

 

Aktivitäten, einschließlich aller Fischereigenossenschaften Weser, vorstellig geworden sind in Wiesbaden und daraufhin Herr Rössing eingeladen wurde, zu einem Anhörungstermin nach Kassel. Dort fand eine Vortragsveranstaltung statt, an der alle mit der Problematik Versalzung befassten, teilnahmen. Entscheidend sei gewesen, dass es nur einen Sachverständigen gab, der die Pipeline, die das Salz in die Werra/Weser leiten soll, befUrwortete und der sei von der Firma Kali und Salz gewesen. Die Veranstaltung habe stattgefunden vor den Umweltausschüssen der Parlamente von Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen, und Thüringen. Danach habe es auch bereits wieder eine Sitzung gegeben des Kabinetts Niedersachsen mit dem Kabinett Hessen

Herr Rössing erwähnt noch, dass auch durch die vielen Aktivitäten der Angler in der Öffentlichkeit so viele Politiker angeschoben worden seien, dass diesen gar nichts anderes übrig bliebe, als zu handeln. Es lägen inzwischen wegen der Versalzung Entschließungsanträge der SPD und der Grünen im Landtag vor.

Des weiteren berichtet Herr Rössing, dass der Landesverband wegen des neuen Wasserkraftwerkes in Gronau klagt. Der L V habe gegen der Widerspruchsbescheid des Landkreises Hildesheim geklagt. Ein Fischereisachverständiger sei aufgetreten und habe Fehler beim Fisch Aufstieg festgestellt. Es werde nun erörtert, wie das abzustellen sei. Eine Erprobung des Fisch-Abstiegs sei auch erfolgt, eine Auswertung läge aber noch nicht vor. Herr Rössing geht davon aus, dass das Kraftwerk erheblich geändert werden wird.

Ein anderes Wasserkraftwerks-Problem sei das Kraftwerk Bremen Hemelingen. Wenn das Kraftwerk, wie vorgesehen gebaut werde, sei praktisch das gesamt Flussgebiet Weser betroffen. Darum hat der LV im Planfeststellungsverfahren erhebliche Bedenken vorgetragen. Auf diese Bedenken sei man nicht eingegangen, sondern es wurde ein Planfeststellungsbeschluss erlassen. Dieser Beschluss werde z. Zt. vom LV beklagt. Es sei kommentiert worden, warum denn vier Klagen vorlägen, nämlich vom VDSF, der Landesfischereiverband Bremen, der Landesfischereiverband Niedersachsen und der Landesportfischerverband Nds .. Herr Rössing begründet die Klage des LV -Nds. damit, dass nach der Rechtsprechung, bei strengerer Auslegung, anerkannte Naturschutzverbände nicht klagen dürfen, wenn sie nicht am Verfahren teilgenommen haben. Der VDSF habe nicht teilgenommen. Es bestehe absolut die Gefahr, dass die Klage des VDSF als unzulässig abgewiesen werde. Der LV -Bremen sei gar nicht direkt betroffen und habe auch keine finanziellen Mittel für eine derartige Klage.

Im Anhörungsverfahren sei der Bremer Verband von einem Rechtsanwalt aus Köln vertreten worden, der vom VDSF bezahlt wurde. Die Teilnahme des Rechtsanwaltes am Anhörungsverfahren hat Kosten in Höhe von Euro 35.000 verursacht.

Herr Wilhelm Wehrhahn vom SFV Hameln erbittet das Wort zum Thema Werra- und weserversalzung teilt mit, dass nach seiner Kenntnis die Pipeline "beschlossene Sache" sei.

Herr Helmut Jahn, aus Hann.-Münden meldet sich zu Wort und gibt bekannt, dass er teilnahm an der gestrigen Sitzung des Umweltausschusses, während der die Vorsitzende, Frau Apel aus dem Hessischen Landtag, die neueste Aussage getroffen habe, Es werde von der CDU-Landtagsfraktion vorgeschlagen und der Regierung zur Beschlussfassung vorgelegt, dass nach 2012, also nach Ablauf der jetzigen Genehmigung, sollen die Grenzwerte schritt weise reduziert werden. Ab 2020 soll es nach diesem Vorschlag keine umwelt- und fischschädigenden Belastungen durch Salzeinleitungen in Werra und Weser mehr geben .. Diese Planung solle umgesetzt werden durch den Bau einer Wasser Entsalzugsanlage, deren Bau man der Firma Kali und Salz auferlegen wolle. Dies sei der neueste Stand der Ding.

 

Herr Rössing bemerkt, dass zunächst der TOP 8 behandelt werden müsse und die vorher gemachten Ausführungen der Herren Wehrhahn und Jahn eigentlich zum TOP 9Aussprache zu den Berichten gehörten.

TOP 8 - Berichte der Kassenrevisoren

Der Kassenprüfer Herr Helmut Jahn stellt fest, dass am 01. März 2007 in den Geschäftsräumen des Landesverbandes die Kassenprüfung durchgeführt wurde durch den Kassenprüfer Distler und seine Person. Der Präsident Peter Rössing sei anwesend gewesen und habe für Auskünfte zur Verfügung gestanden.

Die Prüfung führte zu keinerlei Beanstandungen. Der Kassenrevisor, Herr Jahn, dankt den Mitarbeiterinnen der Geschäftsstelle und dem LV -Vorstand für die geleistete Arbeit und deren sorgfaltige Ausführung.

TOP 9 Aussprache zu den Berichten

Herr Günter Frommeier, Bezirksleiter - Bezirk 5 meldet sich zu Wort und fragt nach warum offenbar der LV-Schatzmeister bei der Prüfung nicht anwesend war und fügt an, dass er festgestellt habe, dass im Jahr 1998 Herr Rössing und der Schatzmeister, Herr Klüver aufgeführt waren, im Jahr 2000, Herr Rössing und der Schatzmeister Bödefeld und im Jahr 2002 wiederum Herr Rössing und der Schatzmeister Bödefeld.

Herr Rössing erwidert, dass der amtierende Schatzmeister, Herr Lothar Wallrodt, wegen Krankheit nicht anwesend gewesen sei.

Weiterhin hat Herr Frommeier festgestellt, dass auf dem schriftlichen Kassenbericht, der dem Delegierten Material beigefügt war, das geprüfte Jahr mit 2004 angegeben sei. Er fragt nach, welches Jahr den nun von den Kassenprüfern geprüft worden sei, 2004 oder 2006.

Herr Rössing bestätigt, dass die Unterlagen 2006 geprüft worden seien. Es handele sich durch Fortschreibung der Kassenberichte um einen Schreibfehler.

Als nächstes meldet sich Herr Herbert Hahn vom ASV Samtgemeinde Isenbüttel zu Wort und stellt fest, dass der Bericht des 2. stellvertretenden LV -Vorsitzenden, Herr Hans-Michael Baar, feWt und fragt nach, welche Funktion dieser im Vorstand hat. Herr Rössing stellt dazu fest, dass Herr Baar keinen Bericht erstellt hat und fordert diesen dazu auf, dazu eine Erklärung abzugeben.

Herr Baar erklärt, dass es nach seiner Wahl Schwierigkeiten wegen der Aufgabenverteilung im Vorstand gegeben habe. Er habe sehr wohl Aufgaben wahrgenommen aber um unnötige Schärfen in seinem Bericht zu vermeiden, habe er in diesem Jahr keinen Bericht abgegeben. Er habe gestern mit einigen Vorstandsmitgliedern gute Gespräche gehabt und er glaube, dass man für die Zusammenarbeit im kommenden Jahr sehr viel Hoffnung haben könne und dann werde er auch einen sehr ausführlichen Bericht abgeben.

TOP 10 - Entlastung des Vorstandes

Der Kassenprüfer, Herr Jahn, entschuldigt sich für den Schreibfehler im Kassenbericht und beantragt auf grund der stattgefundenen Prüfung die Entlastung des Vorstandes.

Der Vorstand wird mit 18 Gegenstimmen entlastet.

 

TOP 11 - Wahl eines Kassemevisors

Herr Rössing teilt mit, dass Herr Jahn bereits für die Prüfung im nächsten Jahr gewählt ist und sein Kollege, Herr Distier noch einmal gewählt werden kann. Er schlägt Herrn Distier zur Wahl vor. Andere Vorschläge werden nicht gemacht.

Herr Kurt DistIer wird mit einer Gegenstimme und sieben Enthaltungen für zwei Jahre zum Kassenprüfer gewählt.

TOP 12 - Bestätigung der LV -Bezirksleiter

Es werden folgende Bezirksleiter von der Versammlung bestätigt:

Bezirk 1 - Herr Horst-Martin Näpel- mit 3 Gegenstimmen Bezirk 19 - Herr Günter Makowski - einstimmig

TOP 13 - Genehmigung des Haushaltsplans für 2007

Herr Rössing gibt bekannt, dass für 2008 eine Beitragerhöhung, bei gleichen Leistungen, ausgeschlossen werden könne und fügt zum Vergleich an, dass der LV Weser-Ems, obwohl dort der Beitrag bereits in doppelter Höhe erhoben wird, diesen noch einmal um einen Euro erhöhen wird.

Zum Haushaltsplan wird nicht das Wort gewünscht.

Der Haushaltsplan wird mit 10 Gegenstimmen genehmigt.

TOP 14 - Antrag des SFV v. 1904 Hildesheim e.V., Bezirk 5 - Durchführung Neuwahlen Dazu führt Herr Rössing aus, dass anlässlich der gestrigen Vorstandssitzung keine Feststellung getroffen wurde, dass gegen die Satzung oder gegen das Bürgerliche Gesetzbuch verstoßen wurde. Es wurde weiter festgestellt, dass der Antrag unzulässig sei, weil man nicht 12 Monate nach der Wahl plötzlich feststellen könne, alles sei umechtmäßig gewesen.

Es gäbe Rechtsprechung und Kommentierungen, die aussagen, dass der Antrag als unzulässig gelten muss. Der Antrag werde daher auch auf dieser Versammlung nicht beraten und Herr Rössing stellt dem Antragsteller anheim, die Situation gerichtlich klären zu lassen.

Es gibt keine Wortmeldungen aus der Versammlung und damit ist dieser TOP erledigt.

TOP 15 - Ehrungen

Herr Gerhard Lindhorst vom SAV Soltau e.Y. wird mit dem großen silbernen Ehrenzeichen des VDSF ausgezeichnet.

TOP 16 - Ort der JHV 2008 eVerden, bereits beschlossen am 21. Mai 2006)

Da der Ort bereits beschlossen ist, gibt es hierzu keine weiteren Ausführungen und keine Abstimmung.

TOP 17 - Verschiedenes

Herr Unger vom ASV Nienhagen und erinnert daran, dass im vergangenen Jahr, in Wallenhorst angesprochen worden war ein Seminar für Vorstandsmitglieder durchzuführen und fragt ob es im laufenden Jahr möglich sei, solch ein Seminar durchzuführen.

Herr Rössing erwidert, dass nach Wallenhorst vier Lehrgänge durchgeführt worden seien

aus dem Bereich Umwelt- Natur- und Gewässerschutz. Es sei ein weiterer geplant für den Herbst ob darüber hinaus noch ein Lehrgang für Vereins-Vorstandsmitglieder sei im Moment nicht absehbar. Ein Lehrgang für Schatzmeister sei, seiner Meinung nach, sogar wichtiger, denn die steuerlichen Vorschriften haben sich verschärft und die Finanzverwaltungen prüfen mehr und mehr die Vereine.

 

Herr Unger fragt nach ob die vom VDSF im Oktober abgefragten Statistiken hinsichtlich der Mitgliederzahlen noch rechtzeitig korrigiert werden können.

Herr Rössing teilt mit, dass der LV der nicht zuständig sei, sondern der VDSF. Der LV nutzt die Daten, die von VDSF, auch aktualisiert, mitgeteilt werden. Herr Unger hält das Verfahren fiir nicht praktikabel und wünscht, dass der LV-Vorstand sich mit dem VDSF um eine Veränderung bemüht. Herr Rössing sagt dies zu.

Es werden keine weiteren Wortmeldungen gewünscht.

TOP 18 - Schlussworte des Präsidenten

Herr Rössing ist mit der Gestaltung und dem Ergebnis dieser Hauptversammlung sehr zufrieden. Man habe noch nie solch einen "Politiker-Auflauf' gehabt, wie in diesem Jahr und alle hätten sich positiv geäußert und dies seien nicht nur Worthülsen gewesen.

Herr Rössing ist sich sicher, dass die Probleme sich eher noch vermehren werden. Es gäbe immer neu Fragen, die zu bearbeiten immer komplexer würden und nicht mehr, wie früher, "mit links" zu erledigen wären.

Herr Rössing bedankt sich bei den Delegierten fiir deren kommen und wünscht alles eine gute Heimfahrt.

 

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